{"id":421,"date":"2015-08-17T16:52:58","date_gmt":"2015-08-17T14:52:58","guid":{"rendered":"https:\/\/s-kreuzer.de\/?p=421"},"modified":"2015-08-17T16:52:58","modified_gmt":"2015-08-17T14:52:58","slug":"ein-spaetsommerlicher-rueckblick-von-w-b-auf-den-fruehsommer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/s-kreuzer.de\/?p=421","title":{"rendered":"Ein sp\u00e4tsommerlicher R\u00fcckblick von W.B. auf den Fr\u00fchsommer"},"content":{"rendered":"<p><strong>S\u00fcddeutschland-Tournee 2015<\/strong><\/p>\n<p>(von Wilhelm Beckmann)<\/p>\n<p>Staumeldungen \u00fcberall, als wir Freitag 29.06.2015 hinter dem Tross her reisen, der schon am Ammersee ist, die \u201eLahme Ente\u201c am Haken. Erstaunlicherweise kommen wir ohne jegliche Hindernisse nachmittags in Utting am Ammersee an, es ist warm und gibt einen netten Empfang. Schiff ins Wasser per Loren-Rampe, Besichtigung der Wagenburg auf dem Campingplatz, Abendessen im Strandcaf\u00e9.<\/p>\n<p>Samstagmorgen Hektik, Ger\u00fcchte \u00fcber Starkwind, der st\u00e4ndige Blick aller aufs Smartphone, um den neuesten Windfinder-Stand abzufragen, nervt allm\u00e4hlich. Vielleicht gen\u00fcgt ein Blick in die Luft, um das Segelwetter zu erfahren, aber das traut man sich kaum noch und so bin ich auch zwischen Regenradar und Windfinder am switchen.<\/p>\n<p>Philip Karlstetter beruhigt uns als Wettfahrtleiter auf der Steuermannsbesprechung, so schlimm wird es nicht, alles noch segelbar, fahrt\u00b4s halt ruhig raus, nehmt nicht zu gro\u00dfe Segel \u2026 . Alles klar, die kleine Fock kommt hoch.<\/p>\n<p>Auf dem Hafengel\u00e4nde machen sich die Fl\u00fcgel-Motten mit ihren Foils startklar und tragen ihre Kisten wie Surfboards hochkant ins Wasser, daneben schieben die Musto-Skiffs per Slipwagen. Interessante Einhand-Klassen.<\/p>\n<p>Es frischt schon ordentlich auf, so dass einige Schiffe (schon wegen dem Windfinder) doch lieber im Hafen bleiben. Immerhin wagen sich fast alle S-Jkr auf den See, darunter auch die Frauen-Crew Doris Fr\u00fcsmer\/ Julia M\u00fcller mit dem ungetauften neuen \u201eSchneller Schwan\u201c. Wenn das man gut geht! Paschy ist ganz besorgt um die Damen. Hoffentlich halten alle die Beschl\u00e4ge, die wir in den letzten Wochen eingeschraubt haben.<\/p>\n<p>Die Wettfahrtleitung braucht viel zu lange vor dem Start (wie wir sp\u00e4ter h\u00f6rten, sind die Tonnen immer wieder vertrieben). Wir dachten, man wolle warten, bis die Front durch und der Wind nachl\u00e4sst. Dem ist aber nicht so! Die neuen Segel knattern im Wind, hin und her wohl fast eine Stunde Warterei bei st\u00e4ndigen B\u00f6en, das nervt schon, so dass sich das gesamte Feld weiter dezimierte und auch einige S-Segler in den sicheren Hafen segeln.<\/p>\n<p>Dann der Start f\u00fcr die erste Gruppe: Die Motten erheben sich auf ihre Foils und fliegen \u00fcber die Wellen, einmal quer \u00fcber den See in 4 Minuten, sagen die Piloten (stolz zeigt mir abends ein Segler seine Max-Geschwindigkeit von 24,8 kn auf dem Tacho!).<\/p>\n<p>Wir brauchen schon mal l\u00e4nger zum Start, dann aber verfallen auch wir in den Regatta-Modus und d\u00fcsen \u00fcber den See, dessen Wellen immer wieder mal vom Westwind gepeitscht werden. Spi oder nicht Spi, das ist hier die Frage. Doch Spi! Das zehrt ordentlich an den Kr\u00e4ften, auch wenn der Kurs gut abgesteckt und recht kurz ist, so dass wir schon nach einer guten halten Stunde durchs Ziel segeln. Sofort im Anschluss der n\u00e4chste Start, f\u00fcr die Motten schon der dritte, wieder der Kampf an der Kreuz, der Kampf mit dem Spi, der Kampf mit Wind und Wellen. Aber genau daf\u00fcr sind wir doch schlie\u00dflich hierher gefahren, ist es doch bestes Segelwetter am Limit! Aber beileibe nicht ungef\u00e4hrlich f\u00fcr Mann und Schiff.<\/p>\n<p>Nach dem ersten Lauf dezimiert sich das Feld der Einhandsegler, aber Paschy ist grundlos besorgt um die Damen, die selbstverst\u00e4ndlich weiter segeln und auch den 3. Lauf des Tages nicht auslassen. Wir sind froh als wir das Kommando erhalten, an Land auf weiteres zu warten. Das Segeln unter diesen Bedingungen ist \u00e4u\u00dferst anstrengend.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckfahrt nach dem Zieldurchgang in den Hafen hoch am Wind wird zur Sturmfahrt: es kachelt gegenan, Tremmels messen in dieser Zeit mehr als 28 kn Wind. Man hockt hoch auf der Kante, bringt sein ganzes Gewicht nach au\u00dfen und erwartet gleichzeitig eine Leewatsch\u00b4n. H\u00f6chst konzentriert kreuzen wir in den Hafen und sind alle unendlich froh, ohne Bruch gelandet zu sein. Einen 20er Jkr hat es erwischt, bis \u00fcber die Ohren im Wasser, die Mannschaft aber gesichert.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag laufen wir zwar noch einmal aus, aber auch der Wind ist ausgelaufen, eine Wettfahrt nicht mehr m\u00f6glich. Also wird nachmittags wieder per Rampe geslippt und die Boote vert\u00e4ut f\u00fcr das n\u00e4chste Abenteuer. So ist es halt am Ammersee.<\/p>\n<p>Interessant die Begegnung mit den rasenden Einhand-Klassen, besonders an den Tonnen, wo man deren Geschwindigkeit stark untersch\u00e4tzen konnte. Die machten dann auch einen gr\u00f6\u00dferen Bogen um uns, was bei den Motten kaum auffiel, so schnell wie die waren.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse werden da zweitrangig, allein schon auf dem Wasser gewesen zu sein, war selbst f\u00fcr die Segler seemannschaftlich v\u00f6llig in Ordnung, die den Start nicht mehr abwarteten und in den Hafen zur\u00fcck fuhren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fcddeutschland-Tournee 2015 (von Wilhelm Beckmann) Staumeldungen \u00fcberall, als wir Freitag 29.06.2015 hinter dem Tross her reisen, der schon am Ammersee ist, die \u201eLahme Ente\u201c am Haken. Erstaunlicherweise kommen wir ohne jegliche Hindernisse nachmittags in Utting am Ammersee an, es ist<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_coblocks_attr":"","_coblocks_dimensions":"","_coblocks_responsive_height":"","_coblocks_accordion_ie_support":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-421","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p87SZm-6N","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/s-kreuzer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/421","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/s-kreuzer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/s-kreuzer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/s-kreuzer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/s-kreuzer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=421"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/s-kreuzer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/421\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/s-kreuzer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/s-kreuzer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/s-kreuzer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}