Ihr fehlt uns!

Gastbeitrag zweier einsamer Segler

Schön war es am Neusiedler See

Da haben wir jetzt mal richtig viel Wasser im Dümmer und nun? Der See ist seit 4 Wochen völlig verkrautet! Mit dem S-Kreuzer kann man nicht rausfahren, na ja vielleicht zum Kaffetrinken nach Hüde. Vor Dümmerlohhausen ist es besonders schlimm.

Und wo konnten wir überall nicht hin zum Segeln. Aber ganz ehrlich, ihr fehlt uns!

Mit dem ein oder anderen mal eine WhatsApp austauschen reicht definitiv nicht aus. Und immer wenn wir auf die Bilder in der Küche schauen wird es uns ganz wehmütig: „weisste noch, damals in Berlin?“

Da hilft jetzt auch kein Fahrtensegeln. Wir fahren zwar mit der N22 nach Holland, aber das ist kein Ersatz: ihr fehlt uns!!!

Vielleicht fahren wir auch mit Doris und Wilhelm in die Bodden, da ist aber nichts entschieden, aber auch das ist kein wirklicher Ersatz…

Ihr fehlt uns!!!

Da hatten wir noch kein Kraut

Das Regattasegeln und unsere vielen Freunde aus Kiel, Plön, Steinhude, Dümmer, Duisburg, Ellertshäuser See, Ammersee, Neusiedler See -oder wo ihr auch alle herkommt- fehlen uns!

Marianne & Rainer Altvater

GER 426

Opa‘s Erbe

Absage von Segelevents

Neu: Absage aller Regatten bis Ende Ausgust vom ESC, Absagen auch aus Duisburg und Österreich

Der Plöner Segler-Verein von 1908 e.V. hatte bereits den Schloss-Cup der H-Jollen, P-Boote und S-Kreuzer am 25./26.04.2020 abgesagt. Jetzt folgte die offizielle Absage aller Regatten beim ESC bis Ende August 2020, somit fällt die Frühjahrsregatta vom 21.-24.5. am Ammersee aus.

Aus Duisburg ist auch eine Absage für den geplanten Termin am 2./3. Mai gekommen; es wird noch über einen Ersatztermin nachgedacht.

Ebenso fällt die ÖFM am Neusiedler See vom 30.5.-1.6. aus, allerdings wird auch hier noch über einen Ersatztermin nachgedacht.

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten, wie sich die weitere Saison entwickelt!

Bleibt gesund & haltet Abstand, um Ansteckungen zu reduzieren!

Aktualisiert am 23.4.2020

Wintertreffen Februar 2020

Am Emssperrwerk in Gandersum

16er Segler auf Ostfriesen-Tour

Pünktlich am Freitag 28.02.2020 trafen sie alle ein: vom Neusiedler See, Ammersee und Plöner Revier, die Hannoveraner und Dümmersegler sowieso. Doris und Wilhelm hatten aufgetischt und stolz den Pelletofen im neuen Seglerhaus der Hafengemeinschaft SCC/SVOH am Dümmer ordentlich bollern lassen. Trotz heftigem Wind, in den sich später auch noch Schnee mischte, saßen wir gemütlich im warmen Haus bei Speis und Trank und freuten uns auf ein schönes Wochenende in der Winterpause.

Samstags morgen fuhr man – teils im Konvoi – nach Papenburg zum Hauptkanal rechts Nr. 68, der Zielort lag 12 km!! hinter dem Ortsschild. Bei einer Teezeremonie ostfriesischer Art auf der Brigg „Friederike“ wurden wir 21 Leute von Frau Tholen in die örtliche Kultur eingeführt, wir verstanden uns spontan mit ihr. Danach zur Meyer-Werft aufs Werftgelände, dort wurden wir von Frau Tholen mit Daten überhäuft, ein Superlativ reihte sich an den nächsten. Hängengeblieben ist neben der Länge der großen Bauhalle von mehr als 550 m die BRZ (Brutto-Raum-Zahl), von denen eine so groß ist wie ein Dixi-Klo und von denen die neueste gerade am Ausrüstungs-Kai liegende „IONA“ 185.000 besitzt. Und die Länge des Schiffs von über 330 m und Breite von 42,50 m! Fotos haben wir natürlich auch gemacht. Alles sehr beeindruckend.

Weiter nach Emden, einchecken im Hotel, Stadtführung mit Frau Santjer, die es verstand, aus einer fast völlig zerstörten Stadt, die nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaut worden ist, einen interessanten historischen Ausflug zu machen. Und das bei einem Wind, der mir die Mütze vom Kopf wehte, sie aber mit viel dünnerem Mäntelchen bekleidet unberührt ließ.

Abends gemeinsames Essen im „Hafenhaus“, danach traf sich der eine oder andere an der Bar des „Hotel am Delft“, um kurz nach 1 war dort wohl auch Schluss.

Sonntags morgen ging´s in die Kunsthalle Emden (Henri-Nannen-Museum), wo wir über „Perspektiven“ vom 15. Jahrhundert bis heute einiges erfuhren. Leider war die ständige Ausstellung an andere Museen ausgeliehen, besonders die vielen Expressionisten, blauen Reiter etc., die Henri Nannen zeitlebens gesammelt hat, hätte ich gern gesehen.

Nach einer kleinen Stärkung im Café der Kunsthalle, bei der Tremmel´s Werner von der Kellnerin eine Cola über den Kopf geschüttet bekam (was aber nicht zu einem Haarwachstum führte), zog der Tross nach Gandersum zum Emssperrwerk. Beeindruckendes Bauwerk, besonders, wenn man durch Film und Modelle eingeführt worden ist. Das Gruppenfoto entstand dort bei beißendem Wind.

Abends ging es nach einer Führung durch Marianne Altvater zum kleinsten Clubhaus am Dümmer (SCL) – in dem wir mit 16 Leuten Platz genug hatten – in das Restaurant „BeachMar“ des im Bau befindlichen Marissa-Parks, wo wir mit italienischer Küche verwöhnt wurden. Entsprechend schwer fiel allen der Abschied voneinander nach drei sehr intensiven Tagen. Wir haben viel miteinander sehen und bereden können, Freundschaften auffrischen und vertiefen, neueste Erkenntnisse über 16er Neu-, Alt- und Umbauten gewinnen können und einfach eine gute Zeit gemeinsam verbracht.

Pläne für den kommenden Winter gibt es auch schon, aber lasst uns erst einmal die Segelsaison 2020 beginnen, ich freue mich schon auf Plön!

Wilhelm Beckmann